Wahlprogramm für die Montanuniversität

UNSERE FORDERUNGEN FÜR DIE ÖH WAHL 2019

Studierbarkeit

Nur 27% der Studierenden an unserer Uni schließen ihr Bachelorstudium innerhalb der Toleranzsemester ab. Die größte Hürde stellen die ersten vier Semester dar. Der Studienerfolg verzögert sich, Beihilfen laufen aus und Studierende haben auf Grund ihrer Lohnarbeit weniger Zeit sich auf das Studium zu konzentrieren. Vor allem finanziell schwächer gestellte Studierende kämpfen mit der Vereinbarkeit von Studium und Nebenjob.
Um die Studierbarkeit zu verbessern, setzen wir uns dafür ein, dass Studierende im Erreichen eines Abschlusses bestmöglich unterstützt werden. Unser Studium soll sinnvoller und effizienter gestaltbar sein, jedoch nicht an Qualität verlieren.


Wir wollen mehr:

  • kostenlose digitale Skripten und E-learning Programme
  • mehr Prüfungstermine
  • bessere Kommunikation zwischen Instituten und Studierenden
  • lerntaugliche Infrastruktur

Umweltschutz

Lange gab es an unserer Universität weder eine abfallbeauftragte Person noch eine ordentliche Mülltrennung. Bis heute wird der gesamte Abfall von Studierenden getrennt und danach vom Reinigungspersonal zusammen in den Restmüll befördert. Neben dem ethischen ist auch der wirtschaftliche Faktor zu beachten, denn die Restmüllbeseitigung ist mit Abstand die teuerste Variante Abfall zu entsorgen.
Wir setzen uns als einzige Fraktion dafür ein, einen vorbildhaften Umweltschutz, den uns viele Institute lehren, endlich aktiv umzusetzen.


Wir wollen mehr:

  • funktionierende Mülltrennung auf unserer Universität
  • Einbeziehung von Studierenden in die Abfallwirtschaft
  • aktive Müllvermeidung (wie z.B.: Vergünstigung bei doppelseitigem Druck)

Gleichstellung

Gerade an einem männerdominierten Umfeld wie der Montanuniversität, mit einem Studentinnen*anteil von 23%, muss die Studierendenvertretung sich vermehrt mit Fragen der Gleichstellung beschäftigen, die Selbstbestimmung benachteiligter Gruppen unterstützen und Aktivitäten zur Sensibilisierung aller Studierenden setzen. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (AKG) muss gegen Diskriminierung aufgrund von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung und sexueller Orientierung vorgegangen werden.


Wir wollen mehr:

  • ein Gleichstellungsreferat an der ÖH Leoben
  • aktive Frauen*förderung
  • verstärkte Sichtbarmachung des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen (AKG)

Sprachen

Unsere Universität rühmt sich mit Internationalität, kürzt jedoch massiv das Sprachenangebot am Zentrum für Sprachen, Bildung & Kultur (ZSBK). Vor 10 Jahren gab es noch ein doppelt so großes Angebot. Gut besuchte Kurse wie etwa Spanisch, verfügen nicht über ausreichend Plätze, weshalb viele von uns den Kurs nicht besuchen können. Einige Kurse konnten nur durch Initiative von Studierenden erhalten bleiben.
Es ist uns ein großes Anliegen, dass wir Studierende die Möglichkeit haben, uns sprachlich weiterbilden zu können.


Wir wollen mehr:

  • breiteres Sprachenangebot
  • Ausfinanzierung des ZSBK
  • Anpassung der Kursplätze an die Anzahl der Interessent_innen

Barrierefreiheit

Eine körperliche oder psychische Beeinträchtigung darf im Unialltag kein Hindernis darstellen. Auf unserer Uni fehlt geschultes Personal für beeinträchtigte Personen, so wie es auf jeder anderen österreichischen Uni vorhanden ist. Wir setzten uns dafür ein, dass jeder Person ein barrierefreier Unialltag ermöglicht wird.
Da Unfälle jederzeit passieren können, und wir uns für alle einsetzen, ist uns Barrierefreiheit ein großes Anliegen.


Wir wollen mehr:

  • barrierefreie Zugänge zu allen Räumlichkeiten
  • Geschultes Personal für beeinträchtigte Personen
  •  Ausfinanzierung der psychologischen Betreuung
  • barrierefreie Vorlesungen